Blog: Schweissfüsse – Was tun? Keine Chance für Stinkefüsse

​​Es ist heiss, die Sonne scheint und eigentlich herrscht das perfekte Flip-Flop-Wetter. Nur Du läufst in geschlossenen Schuhen herum, womöglich auch noch mit Socken. 

Oder Du bist zu Besuch bei Freunden und würdest so gerne Deine Schuhe ausziehen und Dich lässig auf dem Sofa räkeln, fürchtest aber ihre hochgezogenen Augenbrauen und missbilligenden Blicke. Kommt Dir das bekannt vor? Dann bist Du bestimmt auch ein Opfer deiner  Schweissfüsse!

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Ein schwacher Trost vorweg: Du bist nicht alleine mit diesem Problem sondern teilst es mit ungefähr 40 % der Bevölkerung. 

Männer sind übrigens öfter davon betroffen als Frauen. Schweissfüsse treten zwar im Sommer verstärkt auf, sind jedoch nicht nur ein Phänomen der heissen Jahreszeit.

Schweiss an sich ist ja überhaupt kein Problem sondern ein lebenswichtiger Schutzmechanismus unseres Körpers. Er dient nämlich der Temperaturregulierung und sorgt dafür, dass der Körper nicht überhitzt.

Schweiss stinkt auch nicht – eigentlich. Er ist zunächst geruchsneutral.

Fakt aber ist!

Am unangenehmen Geruch sind Bakterien schuld, die den Schweiß zersetzen und den Mief produzieren.

Das ist lästig und kann soweit führen, dass die Betroffenen gehemmt werden und in Gesellschaft am liebsten ihre Schuhe anbehalten. 

Doch die berüchtigten Käsefüsse sind nicht nur lästig sondern bieten die perfekte Grundlage für Warzen, Pilze und Viren.

Wie entsteht Schweiss eigentlich?

Wieso kommt es überhaupt soweit, dass Füsse müffeln? Zunächst einmal muss man wissen, dass an den Füssen besonders viele Schweissdrüsen sitzen, genauso wie übrigens auch an den Handflächen.

Das ist ein Relikt aus der Zeit, in der die Menschen noch kletterten und hauptsächlich barfuss gingen.

Die Schweissdrüsen halten die Füsse feucht. Damals war das eine prima Sache, denn so hatten unsere Vorfahren einen tollen „Grip“.

Im Zeitalter der Schuhe wären ein paar Schweissdrüsen weniger vielleicht mehr, doch sie sind nun einmal da und manche Menschen haben mehr mit Fussschweiss zu kämpfen als andere.

Wenn Du übrigens nur ab und zu mal unter schwitzenden Füssen leidest, ist das noch kein Grund zur Besorgnis. Sie können jeden von uns einmal treffen, zum Beispiel, wenn unsere Füsse sehr lange in geschlossenen Schuhen gesteckt haben.

Sind die miefenden Füsse jedoch bei Dir an der Tagesordnung, lohnt es sich, einmal nachzuforschen, wo denn die Ursachen liegen könnten.

Es könnte zum Beispiel sein, dass Deine Schweissdrüsen übermäßig gross sind oder Du vielleicht ohnehin ein Typ bist, der schnell ins Schwitzen gerät.

Auch Diabetes, eine Überfunktion der Schilddrüse oder gar hormonelle Störungen lassen den Schweiss verstärkt rinnen.

Doch oftmals steckt keine gesundheitliche Störung dahinter und die Käsefüsse haben ganz banale Ursachen, wie zum Beispiel das falsche Schuhwerk. 

​​Wusstest Du, dass Schweissfüsse eng anliegende Schuhe, wie Sneakers, Pumps, Ballerinas und Turnschuhe geradezu vergöttern?

Die schmiegen sich schön dicht an die Füsse und lassen ihnen buchstäblich nicht die Luft zum atmen. Als Krönung bestehen sie meist aus synthetischen Materialien.

Kein Wunder, dass das Deine Füsse zum Schwitzen bringt. Das gleiche gilt für Deine Socken und Strümpfe. Chemiefasern begünstigen Fussschweiss.

​​Wie sieht es denn mit Deiner Fusshygiene aus?

Die Frage mag ein wenig indiskret klingen, ist aber durchaus berechtigt. Wäscht Du Dir regelmässig die Füsse?

Und weil wir gerade bei dem Thema sind: Trocknest Du Deine Füsse nach dem Waschen gut ab – auch zwischen den Zehen?

Ok, zugegeben, das hat schon einen Touch von „Mutti“, aber auch, wenn Du jetzt vielleicht die Augen verdrehst, behalte das im Hinterkopf.

Natürlich gibt es noch weitere Gründe für schwitzende Füsse, wie zum Beispiel falsche Ernährung, Übergewicht, zuviel Nikotin und Alkohol oder Drogen.

Auch Stress kann ein Auslöser sein, besonders, wenn Du ohnehin schon zu übermässiger Schweissproduktion neigst.

Vielleicht ist auch ein Fusspilz schuld daran? Oder kann es etwa eine Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten sein?

Du siehst also, häufig haben miefige Füsse ganz einfache Ursachen, die man in der Regel leicht abstellen kann.


Das hilft bei Fussschweiss

Müffelnde Füsse sind lästig und können für Betroffene schon mal peinlich sein, doch hier kommt ein kleiner Ratgeber, wie Du den Käsefüssen zu Leibe rücken kannst.

Lass öfter mal die Schuhe weg

Das mag zunächst wie ein Widerspruch in sich klingen, da ja dann der unangenehme Geruch auffällt, doch es ist durchaus logisch.


Ohne Schuhe wird der Fuss optimal belüftet und Schweiss kann sich gar nicht erst bilden.


Im Sommer klappt das ganz gut. Barfuss am Strand oder über eine Wiese zu laufen ist schon ein herrliches Gefühl!


Auch zu Hause solltest Du öfter mal, wenn möglich, die Hausschuhe stehen lassen.


Zu Recht wirst Du Dich jetzt fragen, wie Du das im Alltag bewerkstelligen sollst, wo Du doch Deine Füsse am liebsten verstecken würdest, doch die nächsten beiden Punkte helfen Dir bei diesem Problem bestimmt weiter!

Trage offene Schuhe, wann immer möglich

Gerade in der heissen Jahreszeit solltest Du Dich nicht scheuen, Sandalen zu tragen.


So kommt ausreichend Luft an Deine Füsse, sie schwitzen weniger und die Geruchsgefahr ist damit gebannt.

Leg Dir Schuhe aus hochwertigem, atmungsaktivem Material zu

Die sollten natürlich auch nicht zu eng sitzen, damit Deine Füsse die Chance haben, zu atmen.


Das soll natürlich nicht heissen, dass Du Deinen geliebten Sneakers, Ballerinas oder Turnschuhen abschwören sollst, nur solltest Du vielleicht überlegen, ob Du diese Beziehung nicht ein wenig lockern kannst.


Was auch noch wichtig ist: Trage nicht jeden Tag die gleichen Schuhe, auch, wenn es vielleicht Dein Lieblingspaar ist

Augen auf bei der Wahl von Socken und Strümpfen

Auch hier gilt: Möglichst atmungsaktiv sollten sie sein und Naturfasern, wie zum Beispiel Bambus oder Baumwolle, sollte auf jeden Fall der Vorzug gegeben werden.


Es gibt auch Socken und Strümpfe mit Silberfäden oder Kupferfasern, die Fussgeruch vorbeugen und gleichzeitig Pilze und Bakterien abwehren sollen.


Die Socken/Strümpfe solltest Du idealerweise jeden Tag, spätestens aber zweiten, wechseln und bei 60 Grad waschen

Verwende Einlegesohlen

Besonders Ledersohlen haben sich gut bewährt, da sie die Feuchtigkeit aufsaugen.

Es gibt auch Einlegesohlen aus Zedernholz, die der Schweissbildung entgegen wirken können. 

Desinfiziere Deine Schuhe

Wische in regelmäßigen Abständen Deine Schuhe mit einem Desinfektionsmittel aus.


Das kann eine wirksame Methode sein, alten Schweiss und schlechten Geruch aus Deinen Schuhen zu entfernen.

Halte Deine Füsse sauber

Hier kommen wieder "Muttis Tipps" zum Einsatz, die aber durchaus ihre Berechtigung haben.


Wasche Deine Füsse regelmäßig. Gerade, wenn Du zu Fussschweiss neigst, sollte Füsse waschen genauso selbstverständlich sein wie Hände waschen.


Und vergiss nicht, sie danach ordentlich abzutrocknen, besonders auch in den Zehenzwischenräumen. So beugst Du Fusspilz vor.

Nimm öfter mal ein Fussbad

Abgesehen davon, dass das herrlich entspannend ist, kannst Du dem Fussschweiss effektiv zu Leibe rücken - besonders, wenn Du das Wasser mit wirkungsvollen Essenzen anreicherst, wie zum Beispiel


- Lavendelöl

Es ist ein Bakterienkiller und kann helfen, die Schweissbildung zu reduzieren.


- Salbei

Salbei hemmt die Schweissbildung und wirkt, dank seines ätherischen Öles Thujon antiseptisch. Gib einen Sud aus ausgekochten Salbeiblättern in Dein Fussbad.


- Teebaumöl

Teebaumöl ist ein echter Allrounder, wirkt antibakteriell und wirkt der Geruchsbildung entgegen.


- Apfelessig

Apfelessig wird nachgesagt, den pH-Wert der Haut zu stabilisieren und ebenfalls antibakteriell zu wirken.


- Schwarzer Tee

Die enthaltene Gerbsäure soll Bakterien abtöten und die Poren verschließen.


- Haushaltsnatron

Natron soll ebenfalls als Bakterientöter wirken. Du kannst Deinem Fussbad 1 – 2 Esslöffel Natron zugeben.


- Backpulver

Auch Backpulver soll sich bewährt haben, da es den pH-Wert der Haut stabilisiert.


Du solltest mindestens einmal die Woche ein Fussbad nehmen. Mache es zum Ritual und zelebriere es, so kannst Du das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Pflege Deine Füsse

Neben den Fussbädern kannst Du Dir auch eine Fussmaske gönnen, zum Beispiel aus Ton.


Ton ist nicht nur ein bewährter Bestandteil in vielen Kosmetikprodukten, ihm wird auch eine schweisshemmende Wirkung nachgesagt.


Mische den Ton solange mit warmem Wasser, bis Du einen zähflüssigen Brei hast. Gib die Masse auf Deine Füsse und lasse sie mindestens 20 Minuten einwirken. Danach einfach abwaschen und Füsse eincremen, am besten mit einer speziellen Fusscreme. Das ist wichtig, da Ton den Füssen Feuchtigkeit entzieht.


Bewährt haben sich auch spezielle Fussdeos, die Du in Apotheken, Drogeriemärkten aber auch online bequem kaufen kannst.


Allerdings solltest Du vorsichtig sein mit aluminiumhaltigen Deos. Aluminium wird nachgesagt, die Schweissdrüsen zu verstopfen.


Außerdem laufen noch immer Studien, die klären sollen, ob Aluminium nun krebserregend ist oder nicht.


Wenn Du kein Fussdeo benutzen möchtest, kannst Du auch Fusspuder verwenden.


Das ist allerdings in der Anwendung etwas schwierig, weil Du den Puder zwangsläufig nicht nur auf Deinen Füssen verteilst.

Schüssler Salze

Schüssler Salze haben sich bei vielen Beschwerden bewährt und sollen auch bei Fußschweiß helfen.


Lass Dich am besten in der Apotheke Deines Vertrauens beraten, welches Salz sich hierfür am besten eignet.


Normalerweise wird Schüssler-Salz Nr. 11 Silicea verwendet.

Treibe Sport

Wenn Du zu den Menschen gehörst, die leicht ins Schwitzen kommen, solltest Du versuchen, regelmäßig Sport zu treiben.


Ja, man schwitzt beim Sport gemeinhin, aber regelmäßige Bewegung hilft, die Schweissbildung zu regulieren.


Ausserdem ist Sport gesund und baut Stress ab, der ja wiederum ebenfalls schweisstreibend sein kann

Lass Dich beim Hautarzt beraten

Wenn alle Hausmittel und die beste Fusshygiene nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, solltest Du einen Hautarzt konsultieren.


Er kann herausfinden, was genau die Ursache Deiner Stinkefüsse ist und geeignete Maßnahmen ergreifen.


Der Hautarzt kann beispielsweise ein salzhaltiges Fussbad verordnen, durch das Gleichstrom geleitet wird.


Auch Botox-Injektionen haben sich bewährt. Der Nachteil ist allerdings, dass die Behandlung alle 5 bis 9 Monate wiederholt werden muss und die Krankenkassen meistens die Kosten nicht übernehmen.


Wenn Du Medikamente einnehmen musst, die eine übermässige Schweissproduktion begünstigen, solltest Du Deinen Arzt fragen, ob die Medikation nicht vielleicht umgestellt werden kann.

Operation als letztes Mittel

Sollte sich herausgestellt haben, dass Deine übermäßige Schweissproduktion gegen alle Therapieversuche resistent ist, bleibt als letzte Mittel noch eine Operation, bei der die Nerven durchtrennt werden, die die Schweissdrüsen dazu verleiten, exzessiv Schweiss zu produzieren.

​​FAZIT

Kein Grund zum Verzweifeln!

Wie Du in diesem Ratgeber lesen kannst, ist Fussschweiss kein Grund zum Verzweifeln.

Mit der richtigen Hygiene und dem passenden Schuhwerk kannst Du viel dafür tun, dass er gar nicht erst entsteht.

Außerdem gibt es unzählige Hausmittel, mit denen Du Deinen Käsefüssen den Kampf ansagen kannst.

Probiere sie durch und such Dir dann das für Dich Passende heraus.

Es kann allerdings sein, dass die Hausmittel zwar den üblen Geruch beseitigt, jedoch nicht den Grund für die übermäßige Schweissbildung.

Hier hilft der Gang zum Arzt. So haben Stinkefüsse garantiert keine Chance mehr!

  • Doris sagt:

    Großartig! Ich habe im Internet schon gestöbert, es gibt aber so viele Tipps, dass ich überfordert war. Also ist gar nichts passiert. Du hast eine wunderbare Übersicht zusammengestellt! Danke dafür! Dann lege ich gleich mal los und stelle mir eine Waschschüssel unter das Waschbecken!

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