Blog: Pilates oder Yoga? Yoga oder doch Pilates?

Hilfe, ich kenn mich nicht mehr aus...

Finde Deine Mitte!

Einen straffen, definierten Körper zu haben und total gelassen und in sich ruhend den Alltag zu meistern, gerade, wenn es beruflich und privat mal wieder hoch hergeht, einfach beneidenswert!

Es gibt Leute, die scheinbar jeder Herausforderung des Lebens mit einem Lächeln auf dem Gesicht begegnen und dabei noch umwerfend aussehen.

Fragst Du Dich auch immer wieder, wie das funktioniert und möchtest das auch erreichen?

Auf der Suche nach der perfekten Möglichkeit, Körper und Geist zu stärken und in Einklang zu bringen, bist Du ganz bestimmt auch schon über zwei Begriffe gestolpert, die seit vielen Jahren absolut im Trend sind: Yoga und Pilates.

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Yoga & Pilates? Zwei vom gleichen Schlag?

Es gab eine Zeit, da waren die Yogis in der Minderheit, ja, wurden gar als „esoterische Spinner“ belächelt.

Dabei ist ein Yoga-Training alles andere als Humbug, denn die Übungen sind äußerst komplex und können durchaus Muskelkater verursachen.

Rund sechs Millionen Deutsche nehmen regelmäßig Yoga-Stunden.

Auch die Pilates-Fans wurden anfangs nicht ernst genommen. Die Übungen sind zwar fließend, werden aber doch eher langsam ausgeführt. Deshalb glaubten viele, dass sie für die körperliche Fitness nichts bewirken können. Wer diesen Sport nur vom Zuschauen kennt, dem fällt es schwer zu glauben, dass er äußerst anstrengend sein kann.

Das änderte sich schlagartig, als viele Hollywoodstars sich als Anhänger dieser Trainingsmethode outeten. Wie fast jeder Trend aus den USA trat auch das Pilates-Training seinen weltweiten Siegeszug an.

Inzwischen hat jedes Fitnessstudio, das etwas auf sich hält, Yoga- und Pilateskurse im Angebot, auch viele Sportvereine haben sie in ihr Programm aufgenommen. Und irgendwie hat man das Gefühl, dass fast jeder mindestens einmal pro Woche irgendwo auf einer Matte liegt und eine dieser beiden Workout-Methoden betreibt.

Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man meinen, sie seien identisch.

Beide Methoden zielen darauf ab, Muskeln zu dehnen und zu kräftigen. Bei beiden spielt die Atmung eine zentrale Rolle.

Damit hat es sich aber schon mit den Gemeinsamkeiten.

Denn obwohl die beiden Methoden den Körper fit halten, sind sie doch grundverschieden.

Soweit, so gut. Doch wie findest Du nun heraus, welche Methode die richtige für Dich ist?

Bist Du eher der Yoga- oder der Pilatestyp oder solltest Du gar beides betreiben, um total in Deiner Mitte zu sein?

Ganz schön verwirrend!

Um Licht in dieses Dunkel zu bringen, solltest Du Dir zunächst über ein paar Dinge klar werden


Zielsetzung - Was willst Du erreichen?

Die Zielsetzung ist ein entscheidender Faktor, wenn Du die für Dich passende Trainingsmethode finden willst.

  • Bist Du auf der Suche nach einer Art Reha-Training, zum Beispiel nach einer Operation oder einer Verletzung?
  • Bist Du verspannt und wärst gern elastischer oder ist es Dir wichtig, einen straffen Körper zu haben?
  • Suchst Du einen Weg, sowohl Körper als auch Geist in Balance zu bringen oder strebst Du grundsätzlich nach mehr Spiritualität in Deinem Leben?

Fragen über Fragen...

...doch Du solltest sie Dir stellen und genau in Dich hinein hören, damit Du Dich später in Deinem Workout auch wohlfühlst und Spass daran hast.

Denn was nützt das tollste Training, wenn Du keine Lust darauf hast.

Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, welches Ziel Du mit Deinem Workout verfolgen möchtest, ist es an der Zeit, etwas tiefer in die beiden Methoden einzutauchen.


Yoga - Mehr als nur Training

Yoga kommt aus Indien ist bereits viele Jahrtausende alt.

Der Name kommt aus dem altindischen Sanskrit und bedeutet soviel wie „vereinigen“. Gemeint ist die Vereinigung des persönlichen mit dem universellen Bewusstsein.

Während die teilweise sehr anspruchsvollen Übungen natürlich den Körper stärken und die Muskeln dehnen, ist es doch viel mehr als nur reines körperliches Training.

Es ist eine Philosophie, die sich auf fünf Grundpfeiler stützt: Atmung, Ernährung, Körperübungen, Entspannung und Meditation.

Also ein Gesamtkonzept, das Körper und Geist stärkt, ein Weg zur Selbsterkenntnis.

Wer es praktiziert, verbessert nicht nur seine Fitness, sondern bringt auch noch Seele, Geist und Körper in Einklang.

Man lernt Achtsamkeit gegenüber sich selbst und seiner Umgebung und kann dem Alltagsstress gelassener begegnen.


Yogaübungen

Die Yogaübungen, auch Asanas genannt, basieren auf Training mit dem eigenen Körpergewicht, sie straffen und definieren den Körper, da die Muskeln angespannt und wieder entspannt werden.

Hier zählt nicht eine möglichst hohe Anzahl an Wiederholungen sondern die Übungen werden meist möglichst lange gehalten.

Die Atmung spielt dabei eine zentrale Rolle. Geatmet wird fast ausschließlich durch die Nase, in speziellen Atemübungen, als Pranayama bezeichnet, wird die Atmung gezielt trainiert, um so Körper und Geist zu verbinden.

Oft steht am Ende einer Yoga-Session noch eine Meditation. Die positive Auswirkung auf Körper und Geist wurde von Forschern bestätigt, deshalb werden die Kosten für Yoga-Kurse auch von einigen Krankenkassen übernommen.


Yoga-Stile

Im Laufe der Zeit haben sich viele verschiedene Yoga-Stile entwickelt, wie zum Beispiel Bikram, Kundalini, Vinyasa oder Iyengar, um nur einige zu nennen.

Sie alle gingen jedoch aus dem Hatha Yoga hervor, gewissermaßen die Mutter aller Yoga-Arten.

Der Name kommt aus der Hathayogapradibika, einer überaus wichtigen Schrift aus dem 14. Jahrhundert, in der die körperlichen und spirituellen Praktiken beleuchtet wurden.

Hatha bedeutet „Kraft“ und soll verdeutlichen, dass es viel Kraft und Anstrengung braucht, um Körper und Geist in Balance zu bringen. Wenn Du Yoga-Einsteiger bist, ist dieser Stil gut geeignet.

Später, wenn Du etwas Erfahrung gesammelt hast, kannst Du auch mal in die anderen Yoga-Arten hineinschnuppern.


Wann ist eine Yoga-Session ideal für Dich? 

Grundsätzlich ist eine Yoga-Session ideal für Dich, wenn Du:

  • Deine Muskeln stärken möchtest
  • Gelenkiger werden willst
  • Unter Rückenproblemen leidest
  • Dein Körperbewusstsein verbessern möchtest
  • Deinen Alltag entschleunigen willst
  • Dich von inneren Anspannungen lösen möchtest
  • Körper und Geist in Harmonie bringen willst
  • Entspannung suchst.

Stärke Dein Powerhouse

Joseph Hubert Pilates

Pilates ist noch relativ jung. Der ungewöhnliche Name ist seinem Erfinder, Joseph Hubert Pilates geschuldet. Der 1883 in Mönchengladbach geborene Trainer galt als Pionier und Vordenker im Fitnessbereich.

Von Natur aus eher schwächlich gebaut, beschäftigte er sich bereits früh mit verschiedenen Trainingsmethoden, um seine Statur zu verbessern, woraus die nach ihm benannte Sportart hervor ging.

1912 ging er nach England und bot dort Rehabilitationstraining für verletzte Soldaten an. Seine Trainingsgeräte baute er aus Holzlatten, Bettgestellen und Seilen. Sie finden auch heute noch im Pilates-Training Verwendung – allerdings sind sie nun aus anderen Materialien gefertigt.

Später wanderte er in die USA aus und eröffnete in den 1927 in New York ein Fitnessstudio, in dem er seine Trainingsmethode lehrte.

Diese fand sehr bald großen Zuspruch, zunächst vor allem unter Tänzern. Ganz allmählich entwickelte sich daraus eine Sportart für jedermann, hinter der jedoch keine Philosophie oder Geisteshaltung steht, sie dient allein der Steigerung der körperlichen Fitness.


Was ist  das Ziel des Pilates-Trainings?

Das Ziel eines Pilates-Trainings ist die Verbesserung von Haltung, Flexibilität und Gleichgewicht sowie die Stärkung der Körpermitte.

Die Körpermitte wird im Fachjargon als „Powerhouse“ bezeichnet.

Ganz genau sind damit Bauchmuskeln, unterer Rücken und Beckenboden gemeint.

Eine Besonderheit ist, dass während einer Pilates-Stunde vor allem die kleinen, tiefer liegenden Muskeln trainiert werden, die in einem „herkömmlichen“ Workout oft zu kurz kommen. Die Muskulatur wird angespannt, gedehnt und wieder entspannt, die Übungen werden dabei oft wiederholt, die Bewegungen sind fließend.

Die Atmung spielt dabei eine große Rolle – sie dient der gezielten Lösung von Verspannungen. Dabei wird durch die Nase ein- und durch den Mund wieder ausgeatmet.

Das Training findet auf einer Matte statt, doch es wird nicht nur mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet, es kommen auch spezielle Pilates-Geräte zum Einsatz, wie zum Beispiel Reformer, Barrel, Chair oder Spine Corrector (Anmerkung: Links zu Amazon; Bilder und Preise sagen mehr als Worte).


Wann ist Pilates-Training das Richtige für Dich?

Pilates-Training ist das Richtige für Dich, wenn Du:

  • Unter Verspannungen leidest
  • Rückenprobleme hast
  • Deine Körpermitte stärken willst
  • Deine Haltung verbessern möchtest
  • Dein Training erweitern willst

Probieren geht über Studieren

Jetzt hast Du festgelegt, was Du bei Deinem Training erreichen willst und hast einen kurzen Einblick in Geschichte und Hintergründe beider Methoden bekommen.

Das sind schon mal wichtige Schritte auf der Suche nach dem für Dich geeigneten Workout.

Doch grau ist alle Theorie und Probieren geht über Studieren.

Doch Schluss mit den Binsenweisheiten, die beste Möglichkeit um festzustellen, was wirklich zu Dir passt, ist, es einfach mal auszuprobieren.

Ganz bestimmt gibt es ein Fitnessstudio in Deiner Nähe, das Yoga- und Pilateskurse anbietet. Mittlerweile haben auch viele Sportvereine sowohl Yoga- als auch Pilatesstunden in ihrem Programm.

Meistens kannst Du eine oder mehrere Probestunden absolvieren, bevor Du Dich endgültig entscheiden musst. Es spricht ja auch nichts dagegen, sowohl das eine als auch das andere einmal zu testen.

Wenn eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio oder Sportverein nicht so Dein Ding ist oder Du erst einmal im ganz privaten Rahmen prüfen willst, welche Methode die für Dich passende ist, kannst Du beides auch in aller Ruhe zu Hause ausprobieren.

Es gibt viele Yoga- und Pilates-DVDs und auch im Internet findest Du zahlreiche entsprechende Videos. 

"Eine tolle Erfahrung für mich war und ist folgendes Online-Training. Eigentlich wollte ich es für meine Frau kaufen, aber sie ist mir zuvor gekommen" (Thomas Lagler)

Für Einsteiger ohne jegliche sportliche Erfahrung wäre es allerdings doch besser, die ersten Schritte unter den geschulten Augen eines Trainers zu machen.

So kannst Du Verletzungen vermeiden und stellst sicher, dass Du alle Übungen auch korrekt ausführst.


Die Lösung für Unentschlossene

Solltest Du Dich nach aller persönlicher Reflexion, Deinem theoretischen Wissen und diversen Probestunden noch immer nicht entscheiden können, ist das kein Grund zum Verzweifeln.

Die Lösung für Unentschlossene lautet – Yogilates!

Kein Scherz, diese Trainingsform gibt es wirklich. Wie der Name schon vermuten lässt, stellt sie eine Mischung aus beiden Methoden dar.

Entspannende Elemente aus der Yoga-Lehre werden verknüpft mit kräftigenden Übungen zur Stärkung von Beckenboden, Bauch- und Rückenmuskulatur, wie sie aus dem Pilates-Training bekannt sind. Gewürzt wird dieses fließende Workout mit Atemübungen.

Der spirituelle Aspekt aus der traditionellen Yoga-Lehre fehlt beim Yogilates allerdings. Im Vordergrund steht die körperliche Fitness. Die Bewegungen sind auch deutlich schneller als aus einer normalen Yoga-Session bekannt. Das bringt Dich ins Schwitzen, kurbelt den Kreislauf an und stärkt die Ausdauer.


FAZIT - Schluss mit Ausreden

Du siehst also, es gibt für jeden Geschmack das Richtige.

Der einzige, der Dir jetzt noch einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist Dein innerer Schweinehund.

Zugegeben - der Kampf gegen ihn kann manchmal schwer sein, besonders nach einem anstrengenden Tag.

Doch Du kannst ihn überlisten: Am besten geht das, indem Du Dich vielleicht mit ein paar Freunden zusammen tust, so dass Ihr gemeinsam trainieren könnt.

In einer Gruppe lässt man sich weniger hängen, wenn man mal ein Motivationstief hat.

Außerdem macht es mehr Spaß, wenn mehrere Gleichgesinnte zusammen trainieren.

Und der Spaß soll nicht zu kurz kommen, egal, für welche Methode Du Dich letztendlich entscheidest.


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