Brrr… Kalte Hände! Glück für Herz, Hirn und Co. Pech für Hände, Füße & Ohren

Zu Hause hast du die Ärmel Deines Hoodies ganz nach vorne gezogen. Nur noch die Fingerspitzen sind zu sehen. Kalte Hände! Schon wieder!

Du hältst die Tasse mit heißem Kaffee oder dampfender Schokolade fest umklammert.  Kalte Hände! Immer noch!

Gehst Du nach draußen, sind Handschuhe Dein ständiger Begleiter. Auch im Büro würdest Du sie am liebsten anbehalten.

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Kampf den Frostfingern

Jeder, der Dir die Hand schüttelt, weist Dich unnötigerweise darauf hin: ,,WOW. Du hast aber kalte Hände!" 

Als ob Du das nicht selbst wüsstest! Doch warum ist das so?

Dass in der kalten Jahreszeit die Finger zu Eiszapfen mutieren, lässt sich ja noch irgendwie nachvollziehen. Aber viele Menschen werden jedoch das ganze Jahr über von Frostfingern geplagt.

Die Gründe dafür können ganz unterschiedlicher Natur sein.


Kalte Hände – Diese 13 Gründe können dahinter stecken!

13 Gründe

1. Körpereigenes Wärmemanagement

Zunächst sollten wir einmal eine Lanze für unseren Körper brechen, dessen Wärmeregulierung raffiniert und ausgeklügelt ist.

Wenn die Außentemperaturen immer weiter in den unteren Bereich rutschen, schrillen im Körper alle Alarmglocken. Sein oberstes Gebot lautet nämlich in diesem Fall, zuerst das Blut in die überlebenswichtigen Organe zu pumpen.

Glück für Herz, Gehirn & Co., Pech für Hände, Füße, Nase und Ohren. Die haben das Nachsehen und reagieren mit einer Verengung der Blutgefäße. Doch Blut ist ein Wärmespender und, da jetzt nicht mehr so viel davon zu ihnen vordringen kann, werden sie kalt.


2. Ungenügender Kälteschutz

Der Grund für kalte Hände und Eisfinger kann ganz einfach sein. Du hast Dich nicht warm genug eingepackt! Simple, oder?

Wer bei kalten Temperaturen nur mit einer leichten Jacke bekleidet ist, weder warmes Schuhwerk, noch Handschuhe oder Mütze trägt, zwingt den Körper förmlich dazu, seinen Schutzmechanismus zu starten.

Niemand darf sich wundern, wenn die Finger klamm werden.

Das gilt übrigens auch bei Nässe. Nasse Hände fangen schnell an, zu frieren. Besonders Menschen, die unter schwitzigen Händen leiden, werden dem zustimmen.

Auch Dein Zuhause sollte nicht zu kühl sein. Dein Körper betreibt dann sein Wärmemanagement nämlich auch in den eigenen vier Wänden.


3. Lebensstil

Der Lebensstil ist ein beliebter „Sündenbock“ für so manches Zipperlein.

Doch oft ist die Ursache für zahlreiche gesundheitliche Probleme eben tatsächlich in der Art und Weise zu finden, wie wir unser Leben führen.


3.1 Mangelnde Durchblutung 

Etwas weiter oben wurde ja bereits erwähnt, dass frostige, kalte Hände auf eine mangelnde Durchblutung zurückzuführen sind. Wird diese nur vorübergehend vom Körper als Schutzmaßnahme herbeigeführt, ist das nicht weiter bedenklich.

Schwerwiegender ist das Problem, wenn wir selbst für diese Minderdurchblutung verantwortlich sind. Übermäßiger Nikotinkonsum verengt die Blutgefäße ebenso, wie exzessiver Alkoholgenuss.


3.2 Bewegungsmangel

Wer sein Leben hauptsächlich im Sitzen verbringt, muss sich ebenfalls nicht über Frostfinger wundern.

Bewegungsmangel lässt das Blut langsamer fließen und die Gliedmaßen als Folgeerscheinung kalt werden.


3.3 „Energiesparmodus“

Machst Du gerade eine Diät oder isst vielleicht generell nicht ausreichend, aus Angst vor Gewichtszunahme?

Dann wirst Du sicher schon bemerkt haben, dass Du schneller frierst und natürlich auch Deine Hände schnell kalt werden.

Der Grund dafür ist, dass dem Körper eine Notsituation signalisiert wird. Er wechselt deshalb in den „Energiesparmodus“, um das Überleben zu sichern.

In grauer Vorzeit, als die Menschen ihre Mahlzeiten noch selbst jagen oder sammeln mussten, war dieser Schutzmechanismus des Körpers tatsächlich überlebenswichtig. Doch da wir heute ja in der glücklichen Lage sind, einkaufen gehen zu können, sollte es vermieden werden, den Körper in Daueralarmbereitschaft zu versetzen. Und da kommen wir schon gleich zum nächsten Punkt.


3.4 Flüssigkeitsmangel

Trinkst Du genug? In der Hektik des Alltags wird das Trinken oft vergessen. Dabei ist es fast noch wichtiger, als das Essen. 

Wie Du ja sicher weißt, kann ein Mensch notfalls mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen. Ohne Wasser dagegen überlebt er nur wenige Tage. Dies nur nebenbei, um zu zeigen, wie lebenswichtig genug Flüssigkeit für den Körper ist.

Bekommt er zu wenig davon, verdickt sich das Blut und kann schlechter fließen. Du kannst Dir sicher jetzt schon denken, was die Folge ist. Richtig!


3.5 Unausgewogene, einseitige Ernährung

Eine schlechte Durchblutung des Körpers, die auch deine Hände kalt werden lässt.

Da wir gerade beim Thema Ernährung sind: Unausgewogene, einseitige Kost führt in der Regel zu einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders die B-Vitamine sowie Kalzium, Magnesium und Kalium sind wichtig, um Deine Hände nicht auskühlen zu lassen.

Eisenmangel kann Deine Hände ebenfalls frösteln lassen.


4. Niedriger Blutdruck

Frauen sind von diesem Symptom weit häufiger betroffen als Männer.

Bedingt durch den unzureichenden Druck, können die Blutgefäße nicht mehr richtig pulsieren und deshalb auch das Blut nicht mehr richtig transportieren. 

Die Körperstellen, die weiter vom Herzen entfernt sind, bekommen das besonders zu spüren.

Deshalb haben Menschen mit Hypotonie – so der medizinische Fachausdruck – in der Regel an kalte Hände.


5. Schilddrüse

Wer unter Schilddrüseunterfunktion (Hypothyreose) leidet, dem fehlt das Schilddrüsenhormon im Blut. 

Das führt dazu, dass die Betroffenen extrem kälteempfindlich sind. Oftmals leiden sie auch unter Schlafstörungen oder Angstzuständen.

Kalte Hände sind deshalb auch ein häufiges Symptom bei einer Unterfunktion der Schilddrüse.


6. Erkrankungen des Stoffwechsels

Diabetiker haben oft mit kalten Händen zu kämpfen, besonders, wenn der Blutzucker schlecht eingestellt ist.

Dann wird das vegetative Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen und die Gefäßregulation läuft nicht mehr rund. Dadurch gerät auch der Blutdruck aus dem Takt, der dann im Liegen oft zu hoch ist. 

Steht man auf, fällt er rapide ab, was sich durch ein Kaltwerden der Hände bemerkbar macht.


7. Störungen der Durchblutung und mehr

Dauerhafte Durchblutungsstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Oft sind sie tatsächlich eine Spätfolge des weiter oben erwähnten schlechten Lebensstils.

Verengte Gefäße lassen das Blut nicht mehr richtig zirkulieren. Bei starken Rauchern gehen sie oft auch mit Entzündungen einher. Zudem können sich an den kranken Gefäßwänden Blutgerinnsel, die sogenannten Thromben, bilden, die das Gefäß auch plötzlich ganz verschließen und zu einer Thrombose führen können. 

Die Arterienverkalkung, im Fachjargon Arteriosklerose genannt, ist eine der Hauptursachen für zahlreiche Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Eine Folge davon ist das sogenannte Aortenbogensyndrom. Dabei handelt es sich um eine Verengung (Stenose) einer oder mehrere Arterien, die vom Aortenbogen abzweigen.

Auch eine Herzschwäche, medizinisch Herzinsuffizienz genannt, sorgt für kalte Hände. Ein schwacher Herzmuskel ist nicht mehr in der Lage, den Blutkreislauf richtig in Gang zu halten. Logisch, dass die Betroffenen dann auch häufig unter Eishänden leiden. 

Manchmal kann auch eine schlechte Durchblutung der Lunge die Ursache sein. Mitunter sind Gefäße im Brustkorb aus anatomischen Gründen verengt. Kommen dann noch Veränderungen am Skelettsystem oder den Muskeln hinzu, kann auch das den Blutfluss behindern.

Wer unter dem sogenannten „Thoracic-Outlet-Syndrom“ (Link zu Wikipedia) leidet, hat häufig mit Schmerzen im Schulter- und Armbereich zu kämpfen, die sich bis in die Finger ziehen können. Bestimmte Kopf- oder Armbewegungen können dann zu einer akuten Blässe und Kältegefühl der Hände führen. 

Vergrößerte Lymphknoten sowie Tumore, die von außen auf die Blutgefäße drücken, sind eine weitere mögliche Ursache für den gestörten Blutfluss. Dabei ist es egal, ob es sich um gut- oder bösartige Tumore handelt.


8. Medikamente

Wer dauerhaft Medikamente einnehmen muss, findet manchmal auch hier die Ursache für seine kalten Hände.

Besonders die Beta-Blocker, die zur Senkung des Blutdrucks eingesetzt werden, führen oft dazu, dass sich die Arterien zusammenziehen. Dann gibt es kalte Hände.


9. Raynaud-Syndrom

Dieses Syndrom wurde benannt nach seinem Entdecker, dem französischen Arzt Maurice Raynaud, der im 19. Jahrhundert in Paris praktizierte.

Dabei handelt es sich um anfallsartig auftretende Spasmen der Gefäße, die eine Blutleere in den Extremitäten verursachen, die dann kalt werden und sich zunächst bläulich-blass, im weiteren Verlauf dann rot verfärben. Meist sind dabei die Finger betroffen, in seltenen Fällen auch die Füße und manchmal sogar Ohrläppchen, Nase und Kinn

Begleitet werden diese Krämpfe von Schmerzen. Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr sind häufiger von diesen Attacken betroffen als Männer.

Sehr oft ist Kälte der Auslöser, doch auch seelische Probleme oder Stress können dafür verantwortlich sein. Auch Autoimmunerkrankungen, können das Raynaud-Syndrom auslösen.


10. Erkrankungen des Immunsystems

Wenn das Immunsystem des Körpers irrtümlicherweise eigene Organe oder eigenes Gewebe als Feind identifiziert und angreift, ist die Rede von Autoimmunerkrankungen.

Allein in Deutschland sind mehr als 10 Millionen Menschen davon betroffen. Tendenz steigend.

Leider haben auch hier die Frauen wieder das Nachsehen, denn sie leiden häufiger daran als Männer.

Bindegewebserkrankungen, wie die Sklerodermie, gehören zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen. Das Bindegewebe verhärtet sich zunehmend, wodurch sich natürlich die Blutgefäße verengen. Zunächst bemerken die Betroffenen„nur“ eine Verfärbung der Fingerspitzen. Bei Fortschreiten der Krankheit verhärtet sich dann die Haut an Händen und Füßen, die anschwellen und steif werden. Im schlimmsten Fall kann sich die Sklerodomie auch auf Arme, Beine sowie Gesicht und innere Organe ausbreiten. 

Menschen, die am Raynaud-Syndrom leiden müssen sich oft auch noch mit Sklerodermie herumschlagen.

Auch die rheumatoide Arthritis gehört zu den Autoimmunerkrankungen, die die Hände kalt werden lassen. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Gelenke, die sich besonders im Anfangsstadium oft auch durch Eisfinger- und füße bemerkbar macht.

Auch Entzündungen der Gefäße sowie Blutkrankheiten können zu den Autoimmunerkrankungen gehören, die Frostfinger verursachen können.


11. Akrozyanose

Sie ist ein weiteres Beispiel für die – man muss es einfach mal erwähnen – doch mitunter etwas ungerechte Krankheitsverteilung auf die Geschlechter.

Denn die idiopathische Akrozyanose (Link zu Wikipedia) befällt meist nur junge Frauen mit niedrigem Blutdruck (wovon übrigens auch meist Frauen betroffen sind). 

Dabei handelt es sich um eine Blauverfärbung von Fingern und Zehen bei Kälte, manchmal auch verbunden mit Schwellungen und leichten Parästhesien (so nennt man Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl).

Anders als beim Raynaud-Syndrom (Link zu Blogartikel) tritt die Akrozyanose nicht anfallsartig auf. 

Die gute Nachricht: Sie ist in der Regel harmlos und kann auch ganz spontan wieder verschwinden – kann jedoch manchmal nach den Wechseljahren wieder auftreten.


12. Frostbeulen

Eins vorweg: Frostbeulen (Link zu Wikipedia) sind nicht zu verwechseln mit Erfrierungen.

Es handelt sich dabei vielmehr um oberflächliche Hautveränderungen, die jucken oder schmerzen können und die betroffenen Stellen in rötlichen oder blau-violetten Farbschattierungen erscheinen lassen. 

Sie treten meist bei Kälteexplosionen auf und erwischen in der Regel die Finger zuerst, können aber auch andere Körperstellen befallen.

Frostbeulen treten bevorzugt in der kalten Jahreszeit auf und sind extrem unangenehm, verschwinden jedoch nach einigen Wochen wieder.


13. Psychische Erkrankungen

Hast Du früher auch zu denjenigen gehört, die vor der Mathearbeit kalte und feuchte Hände bekommen haben?

Damit ist jedoch nur der kurze Schock gemeint, der eben zum Beispiel bei einer Prüfungen/Schularbeiten eintritt, zu der man unvorbereitet antritt.

Es ist ja schon hinlänglich bekannt, welch großen Einfluss die Psyche auf das Wohlbefinden hat. Körper und Seele bilden eine Einheit. Ist die Seele krank, wirkt sich das auf den Körper aus.

13.1 Depression, Angst, Stress

Menschen, die unter Depressionen oder einer chronischen Angststörung leiden, haben aber meist ständig mit den Eishänden zu kämpfen.

Auch Dauerstress kann Angstzustände auslösen und damit auch ein Erkalten der Hände.

13.2 Essstörung, Diät

Gleiches gilt übrigens auch für Menschen, die an einer Essstörung leiden. 

Wie bereits beschrieben, friert man während einer Diät schneller. Wer ein krankhaft gestörtes Essverhalten hat, signalisiert dem Körper eine permanente Notsituation. 

Deshalb ist den Betroffenen meist ständig kalt.

13.3 Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen können sich übrigens auch auf die Psyche auswirken, Depressionen und Angstzustände auslösen, die dann wiederum den Körper – und damit auch die Hände – frieren lassen.


Kalte Hände? Wann braucht man medizinische Hilfe?

Arztbesuch

Zugegeben, beim Lesen dieses Artikels kann man schon etwas panisch werden ob der Ursachen – besonders, wenn man sich dabei gerade die eisigen Hände warm reibt.

Doch bevor Du jetzt stehenden Fußes zum Arzt läufst und dabei das Schlimmste befürchtest, heißt es, kühlen Kopf bewahren und überlegen, wann die kalten Hände auftreten.

Hast Du sie nur deshalb, weil du Omas selbstgemachte Wollfäustlinge mal wieder absichtlich zu Hause gelassen hast?
Bist Du nach der Arbeit am liebsten Couchpotato, anstatt im Fitnessstudio zu schwitzen?
Arbeitest Du gerade an der Sommerfigur und bist auf Diät?

Wenn Du das alles mit einem klaren „Nein“ beantworten kannst und Dich die Eishände auch in der warmen Jahreszeit quälen, solltest Du Dir den Rat eines Spezialisten einholen.

Oft ist die Ursache am Ende nicht so dramatisch, wie anfangs angenommen. Falls doch etwas mehr dahinter steckt, dann weißt Du, dass Du beim Arzt die Hilfe bekommst, die Du brauchst.


Wenn klar ist, dass Deine Frostfinger doch von einer Krankheit herrühren, dann brauchst Du zuerst eine Diagnose.

Steckt ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen dahinter, kann ein Blutbild Auskunft darüber geben, welche genau Dir fehlen.

Ausgehend von Deiner Grunderkrankung, wird Dein Arzt die für Dich geeignete Therapie bestimmen.

Musst Du wegen einer anderen Erkrankung bereits dauerhaft Medikamente einnehmen und hast den Verdacht, dass sie an Deinen Eisfingern schuld sein könnten, kann der Arzt Dir möglicherweise Alternativen mit gleichen Wirkstoffen verschreiben.


Diese 4 „handfreundlichen“ Tipps helfen gegen Kalte Hände.

Tipps gegen Kalte Hände

1. Lebensstil überdenken

Sind Deine Frostfinger ein Ergebnis Deines Lebensstils, dann solltest Du diesen einmal überdenken.

Am besten wäre natürlich, den Glimmstängeln ganz abzuschwören. Schaffst Du das nicht, dann reduziere Deinen Nikotinkonsum zumindest.

Auch der Alkoholgenuss sollte eingeschränkt werden. Das bedeutet natürlich nicht, dass Du zur Spaßbremse werden sollst, die auf Partys nur am Wasserglas nippt. Auch das Gläschen Wein am Abend sei Dir gegönnt. Es geht hier um ein deutliches Zuviel an Genussgiften, die Deine Durchblutung spürbar behindern und dem entgegengewirkt werden muss.

Zum Lebensstil gehört natürlich auch die Bewegung. Versuche, regelmäßig Sport zu treiben. Du musst ja nicht gleich für die nächsten Olympischen Spiele trainieren, aber sich zwei- bis dreimal die Woche sportlich zu betätigen, tut Körper und Seele gleichermaßen gut. Suche Dir einfach eine Sportart aus, die Dir Spaß macht. Die Motivation ist dann gleich viel größer! Vielleicht findest Du ja in der Familie oder im Freundeskreis jemanden, der gerne mitmacht. Zusammen ist man stärker! 

Kannst Du Sport partout nichts abgewinnen, versuche, Dich regelmäßig zu bewegen. Du kennst das ja sicher schon: Lass öfter mal das Auto stehen, nimm lieber die Treppen statt den Lift, geh spazieren! Alles schon mindestens tausend Mal gelesen – und doch sind diese Tipps wertvoll, weil sie einfach stimmen. Ganz nebenbei kurbelt Bewegung auch einen niedrigen Blutdruck an, der ja auch ein Grund für die eisigen Hände ist.

2. Stresslevel reduzieren

Übrigens lässt sich durch Bewegung auch das Stresslevel etwas reduzieren.

Ein Spaziergang macht den Kopf wieder frei und Du fühlst Dich schon etwas besser. 

Auch sonst solltest Du Dir kleine Inseln schaffen, wenn Dir mal wieder alles über den Kopf zu wachsen droht. Schon eine Viertelstunde pro Tag, die nur Dir ganz alleine gehört, kann Wunder wirken.

3. Trink genug

Achte auch darauf, genug zu trinken.

Bis zu zwei Liter täglich sollten es schon sein. Im ganz normalen Wahnsinn des Alltags kann das schon mal untergehen. 

Bau Dir deshalb kleine Brücken.

Stell Dir ein Glas an Deinen Arbeitsplatz, das Du immer gleich nachfüllst, wenn es leer ist. So denkst Du leichter daran. 

Eine gute Nachricht für Kaffeefans: Nach neuesten Erkenntnissen ist Kaffee doch kein „Flüssigkeitsräuber“, wie früher vermutet.

Zwei bis drei Tassen pro Tag kannst Du also getrost zu Deiner Trinkmenge addieren.

4. Ernährung

Die Ernährung ist ebenfalls ein Teil des Lebensstils. Mal Hand auf's Herz – ernährst Du Dich zu einseitig?

Machst Du öfter mal Diäten? Vielleicht kannst Du versuchen, Dich ausgewogener und gesund zu ernähren.

Auch hier wirst Du jetzt vielleicht die Augen verdrehen und denken, dass Du das schon -zig Mal gelesen hast. Dennoch muss es hier auch noch einmal erwähnt werden, weil es nie seine Richtigkeit verlieren wird. Wann immer möglich, solltest Du selbst kochen.

Auf Deinem Speisezettel sollte immer ausreichend Gemüse und Obst stehen, dann gehört auch der Vitaminmangel bald der Vergangenheit an, der ja...Du weißt, was jetzt kommt...auch schuld an kalten Händen sein kann.

Eine gute Ernährung kombiniert mit ausreichend Bewegung ist das Beste, was Du für Dich und Deine kalten Hände tun kannst – ganz abgesehen davon, dass der gefürchtete Jojo-Effekt dann kein Thema mehr ist.


5 Tipps zur Soforthilfe, um Kalte Hände zu vermeiden

Kalte Hände – Problem/Solution

1. ​Handschuhe, Jacke, Schal und Co.

Möglich, dass Du Dir jetzt an die Stirn schlägst und denkst: „Echt jetzt?! Was schreibt der für einen Bockmist. Das weiss doch jedes Kind!“ Na ja...

Eigentlich ist es ja logisch, dass man sich warm einpackt, wenn es draußen immer kälter wird. 

Dass Du Handschuhe anziehst, wenn Du ohnehin schon mit kalten Händen zu kämpfen hast, versteht sich fast von selbst.

Doch das allein reicht nicht. Wird der Körper rundum warm gehalten, muss er viel weniger Energie aufwenden, um die lebenswichtigen Organe zu versorgen und hat noch genug für Arme und Beine übrig.

Also, am Besten auch noch eine warme Jacke, einen Schal und – ganz wichtig - eine Mütze anziehen. Denn die meiste Wärme verliert der Körper über den Kopf.

2. Fingergymnastik gegen Kalte Hände

Balle mehrmals am Tag Deine Hände zu Fäusten und spreize anschließend die Finger.

Diese kleine Übung kannst Du gut in Deinen Alltag integrieren und auch am Arbeitsplatz durchführen.

Das kurbelt die Durchblutung der Hände an, ebenso wie Handmassagen.

3. Handbäder

Was für die kalte Füße gut ist, kann für die kalte Hände nicht schlecht sein. 

Verwöhne sie deshalb am Abend mit einem warmen Handbad, dem Du einen Zusatz Deiner Wahl zugeben kannst.

Auch kalt-warme Wechselduschen funktionieren prima.

Anschließend die Hände gut abtrocknen, damit keine Feuchtigkeit auf der Haut zurückbleibt.

4. Heiz Dir ein

Besonders asiatische Gerichte oder generell scharfe Speisen heizen dem Körper von innen so richtig ein.

Also, sei großzügig mit Chili, rotem Pfeffer, Paprikapulver, etc.

Auch Ingwertee ist eine gute innere Heizung.

5. Pflanzliche Präparate

Gingko und Knoblauch regen die Durchblutung an.

Lass Dich in der Apotheke beraten, besonders in Bezug auf Wechselwirkungen, falls Du Medikamente einnehmen musst.


Diese Gadgets könnten Dir gefallen!

Gadgets gegen Kalte Hände

1. Pulswärmer

Die guten, alten Pulswärmer kennst Du ja bestimmt. Inzwischen gibt es ja auch richtig stylische Varianten, die auch ein tolles Accessoire abgeben.

2. Taschenofen oder Wärmepads

Auch der Taschenofen ist Dir sicher bekannt.

Eine Alternative zum Taschenofen sind die Wärmepads, die in jede Jackentasche passen und auch in die Handschuhe gesteckt werden können. Sie erwärmen sich, sobald Du die Verpackung geöffnet hast.

3. Beheizbare Mauspads und Computermäuse

Aber wusstest Du, dass es beheizbare Mauspads und Computermäuse gibt? So haben Eishände im Büro keine Chance mehr!

4. Beheizbare Handschuhe

Oder Du greifst gleich zu beheizbaren Handschuhen. Sie sind batteriebetrieben, haben meistens drei Wärmestufen und sind wasserabweisend.

5. Handwärmer für den Kinderwagen

Ebenfalls wasserabweisend ist der Handwärmer für den Kinderwagen. Er wird einfach an den Griff von Kinderwagen oder Buggy geknöpft und das Fleecefutter hält die Hände beim Schieben warm. 



Fazit

Kalte Hände sind lästig und können manchmal auch ernstere Hintergründe und Ursachen haben.

Niedriger Blutdruck, Angst, Depressionen, Stoffwechselerkrankungen und vieles mehr kann dahinter stecken.

In den meisten Fällen sind aber Kälte und Lebenstil (Rauchen, Alkohol, ungesunder Ernährung, wenig Bewegung etc.) daran schuld, dass Du Frostfinger bekommst bzw hast. 

Doch es gibt viele Möglichkeiten, den Frostfingern zu Leibe zu rücken.

Und Du selbst kannst eine ganze Menge dazu beitragen, dass Deine kalten Hände wieder so richtig schön warm werden, sind und bleiben.

Du hast es in der Hand!


Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Blogartikel ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Experten.

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